Warum du negative Gefühle zulassen darfst

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Warum du negative Gefühle zulassen darfst

Um dich an der Stille erfreuen zu können, musst du auch den Sturm kennen.

Wie du weißt, war ich lange, lange auf der Reise nach meinem eigenen Glück und nach meinem Leben im Flow. An einem Punkt auf dieser Reise in mein Leben im Flow kam es mir so vor, als hätte ich endlich verstanden, wie das Leben funktioniert.

Weg mit den negativen Gefühlen

Ich hatte viel darüber gelesen, dass ich, wenn ich in negativen Gedanken verhaftet bin, weitere negative Gedanken und Situationen in meinem Leben hervorrufe. Diese Annahme kommt vom sog. “Gesetz der Anziehung”, von dem du vielleicht schon einmal gehört hast.

Das klang alles unglaublich logisch und so übte ich mich darin meine negativen Gedanken ganz schnell durch positive zu ersetzen. Und ich setzte mich damit ebenfalls unglaublich unter Druck. Sobald ein negativer Gedanke aufkam, versuchte ich ihn ganz schnell und krampfhaft durch einen positiven Gedanken zu ersetzen. Das fühlte sich an der Oberfläche gut an, tief in meinem Inneren hingegen fühlte sich diese Sache aber einfach falsch an.

So einfach ist es nicht?

Was war also mein Problem? Funktioniert das Gesetz der Anziehung für mich nicht? Doch. Aber das, was darüber geschrieben und gesagt wird ist nicht ausreichend.

In negative Gefühle eintauchen

Es geht nicht darum die negativen Gedanken und Gefühle unter den Tisch zu kehren und zu ignorieren. Davon verschwinden sie nicht. Vielmehr ist es notwendig den frustrierenden Emotionen ihren Raum zu lassen. Sie sind da und sie sind echt. Sie sind keine Einbildung. Und sie gehen auch nicht weg, wenn man sie wegdrängt. Sie stauen sich an und finden ihren Weg.

Das, was ich also versuchte war das Gegenteil von Integration. Heute weiß ich, dass die Integration der negativen Emotionen absolut notwendig und wichtig ist.

Du darfst deine negativen Gedanken und Gefühle erkennen, du darfst hinsehen und ihnen Aufmerksamkeit schenken. Wichtig ist nur, dass du dich in den negativen Gefühlen nicht verlierst.

Was die Positive Psychologie dazu sagt

In der Positiven Psychologie spricht man von “Resilienz” – der Fähigkeit des Menschen nach Niederlagen wieder neue Hoffnung zu schöpfen und weiter zu machen. Sich nicht von den hohen Wellen vereinnahmen zu lassen und zu ertrinken sondern zu lernen darauf zu surfen und sie zu genießen.

Negative Gefühle sind in Ordnung. Sie sind echt und sie dürfen gesehen und angenommen werden.
Werden sie ignoriert und verleugnet, entstehen Konflikte und Frust. Lass deinen negativen Gefühlen also den Raum, den sie brauchen. Dann kannst du dich wieder an etwas Positivem in deinem Leben orientieren, dankbar auf deine negativen Gefühle blicken, durch die Wohnung tanzen und dich fragen: Was habe ich daraus gelernt? Welche neue Tür öffnet sich dadurch?

Aus meiner Sicht ist ein gelungenes resilientes Verhalten dieses: Hinfallen, HINSEHEN, LERNEN, Aufstehen, Weitermachen.

Jede noch so blöde Erfahrung ist da, damit du daraus lernen darfst. Und mit jeder dieser blöden Erfahrungen, aus denen du gelernt hast, kommst du deinem wahren Ich näher.

Dankbarkeit spüren

Wir sprechen in der Positiven Psychologie ziemlich oft über Dankbarkeit. Häufig geht nämlich der Blick für das Gute verloren, wenn du gerade in negativen Gedanken verhaftet bist. Dich der Dankbarkeit zu widmen ist eine Möglichkeit den Blickwinkel wieder zu fokussieren auf das, was du alles im Leben hast. Genau jetzt. Ich bin mir sicher da gibt es ganz Vieles in deinem Leben, für das du dankbar sein kannst.

Ich möchte dir mit auf den Weg geben, dass du deine negativen Gefühle annehmen und integrieren darfst. Und gleichzeitig darfst du dich in Gewissheit wägen, dass es ganz viel Gutes in deinem Leben gibt, auf das du dich konzentrieren darfst. Denn: Gutes folgt Gutem.

Und wenn du die Stille kennst, die seichten Wellen, dann freust du dich auf die hohen Wellen, auf denen du surfen kannst.

Und wenn du die hohen Wellen kennst, auf denen du surfen kannst, freust du dich danach auf eine Pause in den seichten Wellen.

Alles Liebe,
deine Jil Maria