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Negative Gefühle sind dein Freund

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Warum negative Gefühle so wichtig sind und wie du am besten mit ihnen umgehst, erzähle ich dir in der neuen Podcastfolge:

Negative Gefühle annehmen und dennoch den Blick nach vorne richten – geht das?

Um dich aus Krisen zu befreien hast du bisher vermutlich Folgendes getan: Du hast den Blick versucht nach Vorne zu richten.

Zunächst möchte ich dir sagen, dass es Krisen per se nicht gibt. Dein VERSTAND bewertet eine Krise als Krise. Aber darüber kann ich dir wann anders mehr erzählen.

Den Blick in einer Krise nach Vorne zu richten ist völlig richtig. Wir wissen ja alle, dass nach Regen Sonnenschein kommt. Vielleicht hast du aber mit dem Fokus nach Vorne gleichzeitig auch vermieden genau in die negativen Gefühle und Emotionen, die aus dem Konflikt entstanden sind hineinzutauchen. Und genau das sehe ich als Problem an.

Hurt me as much as you like

Hier werden zwei Dinge miteinander vermischt. Das Hinsehen, das Hineinspüren in die Emotionen bedeutet nicht, dass der Blick nicht in die Zukunft und auf das Positive gerichtet sein darf. Das “Unter den Tisch kehren”, das bewusste Verdrängen ist eine Bewältigungsstrategie, mit der du vielleicht so manches Mal einen Konflikt auf recht schmerzlose Art beenden kannst. Aber du hast ihn nur beendet – nicht verarbeitet. Die Konflikte und die daraus resultierenden Gefühle und Emotionen brodeln also immer noch irgendwie in dir herum. Sie sind immer noch tief in dir, weil du dich vielleicht nicht recht traust hinzusehen und sie zu benennen. Absolut verständlich – denn das kann sich auch mal schmerzhaft anfühlen.
Behalte aber im Kopf: Das Leben wird dir immer wieder die gleichen oder ähnliche Erlebnisse mit gleichen oder ähnlichen Ergebnissen schenken, bis du daraus lernst. Bis du dich traust hinzusehen und zu verstehen. So ist jeder Konflikt, der dir begegnet eigentlich etwas, das du begrüßen darfst. Du darfst daraus etwas lernen. Du darfst noch weiter kommen und dich weiter  entwickeln. Und du darfst dich darauf verlassen, dass es deinem schönsten Leben dienlich ist.

Du darfst also nicht nur den Sonnenschein, sondern auch den Regen genießen.

Hurt me as much as you like” heißt es in einem Lied, das ich eben gehört habe. Und tatsächlich ist das, was ich in meinem Leben zelebriere. Natürlich sind Konflikte manchmal schmerzhaft, aber ich habe tief in mir dieses tiefe Vertrauen, dass ich geschützt bin. Nichts kann passieren – außer, dass mein Leben NOCH schöner wird.

Um aus einem Geschehnis, einem Konflikt tatsächlich zu lernen und daran zu wachsen, ist es nötig genau hinzusehen. Was ist hier das Gefühl hinter dem Gefühl? Wenn du zum Beispiel ein Gefühl von Enttäuschung empfindest, ist das vermutlich nur das Endergebnis eines Konflikts, dessen Ursprung ein ganz anderes Gefühl war, zum Beispiel die Angst zu Versagen.

Eine kleine Übung zum Umgang mit deinen negativen Gefühlen

Hier kommt eine kleine aber sehr kraftvolle Aufgabe für dich:
Ich bitte dich, dich so oft du kannst darin zu üben zu erforschen, wie du dich gerade fühlst. Egal in welcher Situation du dich befindest, du kannst dich immer wieder fragen: 1. Wie fühle ich mich gerade und 2. Gibt es ein Gefühl hinter dem Gefühl?

Deine negative Gefühle sind da, damit du daraus lernen kannst

Du darfst dich trauen hinzusehen und damit Konflikte tatsächlich aufzulösen und nicht nur zu beenden. Aufgelöste Konflikte, aus denen du etwas gelernt hast, kommen vermutlich nicht erneut in dein Leben. Ganz im Gegensatz zu Konflikten, die du immer wieder nur beendest. Dann nämlich gerätst du immer und immer wieder in Konflikte mit dem gleichen Endgefühl. Vermutlich so lange bis du tatsächlich mutig genug bist genau hineinzutauchen und hinzusehen. Vielleicht kennst du diesen Gedanken von: “War ja klar, dass das so kommt” oder “Ich habs schon geahnt..” – genau dahinter versteckt sich vielleicht ein solcher Konflikt, der bisher noch unaufgelöst ist. Ich bin mir übrigens ganz sicher, dass viele Krankheiten ihren Ursprung darin haben, dass Menschen in ihren negativen Gefühlen feststecken.

Wenn ich Menschen erkläre, dass man die negativen Gefühle eines Konflikts oder einer bestimmten Situation ruhig auch mal ansehen darf, höre ich oft den Einwand bzw die Angst, dass man sich dann vermutlich in Selbstmitleid suhlt und sich in den negativen Gedanken verliert. Auch im beruflichen Umfeld wird genau das überhaupt nicht gerne gesehen. Es geht vielmehr darum, dass negative Emotionen unerwünscht sind – stattdessen wird Sachlichkeit gefordert. Absolut verrückt aus meiner Sicht. Aber gut. 

Um es gleich vorweg zu nehmen: Nein. Ich meine nicht, dass du dich in negativen Gefühlen verlieren sollst und ich denke auch nicht, dass du damit alles schlimmer machst. Schon alleine die Angst, dass das so sein könnte, impliziert, dass ein Ungleichgewicht herrscht.

Es geht darum eine gesunde Beziehung zu ALL deinen Gefühlen und Emotionen herzustellen. Sowohl zu den schönen als auch zu den negativen. Es geht mir darum, dass du einen gesunden Zugang zu all deinen Emotionen erlangst und alle gleichermaßen annehmen kannst.

Du darfst auf den Wellen des Lebens tanzen

Auf how2flow und die Symbolik Wasser übertragen bedeutet das, dass das Leben manchmal höhere, manchmal seichtere Wellen schlägt – du aber in der Lage bist auf allen Wellen zu reiten. Darüber hinaus bedeutet dass auch, dass du nicht versuchst gegen die Wellen anzukämpfen oder in ihnen die Orientierung verlierst. Aktuell befindest du dich vielleicht genau in diesem Zustand: Du weißt zwar, dass es hohe und flache Wellen gibt, kämpfst aber vielleicht gegen die höheren Wellen.

Du kannst das Wasser nicht besiegen. Du kannst nur lernen ihm zu folgen und zu vertrauen.

Deshalb bin ich so unglaublich dankbar, dass es how2flow gibt. So viele Jahre hat dieses Projekt sich in meinen Gedanken geformt. Und jetzt darf ich es endlich nach Außen tragen. Ich darf dir zeigen, wie du lernst, dass du in allen Lebenslagen, egal ob die Wellen höher oder flacher sind, du von Vertrauen und innerer Ruhe getragen wirst.

Wenn du bereit bist dich – vielleicht auch gemeinsam mit mir – deinen negativen Emotionen zu stellen, gratuliere ich dir ganz herzlich. Denn das ist ein unglaublich großer Schritt in dein Leben im Flow. Wenn du erst einmal hingesehen hast, ist so viel Raum und Energie für Positives und Neues! Wenn du verstanden hast, wie du auf den Wellen des Lebens reitest, kannst du jeden Moment genießen und tatsächlich beginnen zu leben.

Ich hoffe dir hat diese Podcastfolge gefallen. Ich freue mich, wenn du mir eine Rezension hinterlässt oder meinen Podcast abonnierst. Ich habe schon ganz tolles Feedback bekommen und möchte an dieser Stelle noch mal ganz herzlich danke dafür sagen. Es ist einfach schön zu wissen, dass das, was ich mit großer Leidenschaft tue dich auch erreicht und weiterbringt.

Danke 🙂

Ich wünsche dir eine gute Zeit und freue mich, wenn du auch beim nächsten Mal wieder zuhörst.

Deine Jil Maria

 

Wenn du mehr lesen möchtest, empfehle ich dir den Beitrag „Öffne dein Herz und lasse Verletzlichkeit zu“ (du kannst ihn entweder lesen oder als Podcastfolge hören) oder auch „Warum du negative Gefühle zulassen darfst

 

1 Kommentar zu „Negative Gefühle sind dein Freund“

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