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Öffne dein Herz und lasse Verletzlichkeit zu

Hallo!

Herzlich Willkommen im how2flow Podcast! Ich freue mich sehr, dass du dein Leben in den Flow bringen möchtest.

Mein Name ist Jil Maria, ich bin Wirtschaftspsychologin und Coach und begleite dich auf deiner Transformation hin zu deinem Leben im Flow.

In dieser Podcastfolge möchte ich mit dir über deine Verletzlichkeit sprechen und auch darüber, warum es sich lohnt dein Herz zu öffnen.

Ich habe mich entschlossen hier im Podcast auch meine eigenen Erfahrungen mit dir zu teilen. Denn auch wenn ich selbst besser verstehe, wie ein Leben im Flow aussieht und wie du dorthin kommen kannst, so habe auch ich meinen Weg und eine Geschichte.

Ich wünsche dir ganz viel Spaß damit.

Verletzlichkeit neu erlernen mit Brené Brown

Vor zwei Wochen habe ich auf Netflix einen Vortrag von Brené Brown gesehen, der gerade in aller Munde ist und den ich sehr empfehlen kann. Ich habe zugegeben nur die erste halbe Stunde des Films gesehen, denn schon alleine diese erste halbe Stunde hat mich so zum Nachdenken gebracht, dass ich auf Pause drücken musste. Sie hat ein Thema aufgewirbelt, mit dem ich mich schon lange, aber insbesondere im letzten Monat beschäftigt habe. Es geht um Verletzlichkeit und darum, wie sehr unsere Herzen verschlossen sind.

Wer wird hier verletzt, das Herz oder das Ego?

Ich habe mich selbst immer als sehr verletzlichen Menschen wahrgenommen. Ich habe Menschen sehr schnell an mich heran gelassen und war deshalb der Meinung, dass mein Herz weit geöffnet sein muss.

Gleichermaßen habe ich aber auch beobachtet, wie schnell ich mich anderen Menschen gegenüber verschließe, wenn ich das Gefühl habe, nicht angemessen behandelt zu werden.

Irgendwann habe ich verstanden, dass mein Herz, entgegen meiner eigenen Einschätzung und zu meiner großen Verwunderung völlig verschlossen war. Ich habe Menschen an mich heran gelassen – an mein Ego. Um nicht alleine zu sein, um Liebe zu erfahren. Warum auch immer. Ich habe sie an mein Ego heran gelassen – nicht aber an mein Herz. Und sobald mein Ego verletzt wurde, was früher im Übrigen sehr leicht passieren konnte, habe ich die Schotten dicht gemacht. Dann hat mein Ego übernommen, rebelliert und dafür gesorgt, dass noch eine weitere Mauer um mein Herz gebaut wird.

Mein Ego war hungrig nach Liebe und Anerkennung

Mein Ego, mein Verstand, war immer auf der Suche nach unglaublich viel Anerkennung und Liebe. So viel Anerkennung und Liebe hätte mir niemals ein Mensch geben können. Manche Menschen haben das gespürt und sich abgewandt, andere Menschen haben den Kampf auf sich genommen und aus voller Liebe versucht mir zu schenken, was ich mir selbst nicht geben konnte.

All die Jahre war ich fest davon überzeugt, dass ich mein Herz weit für andere Menschen geöffnet habe. Warum sonst sollte ich so schnell verletzt sein?

Bis ich dieses Muster dahinter erkannt habe und verstanden habe, dass ich all die Zeit praktisch niemand WIRKLICH an mein Herz heran gelassen habe. Ich dachte, das sei mein Herz. In Wahrheit war es einfach nur das Ego. Mein Herz hatte ich schon viel früher vor Verletzung verschlossen.

Ich hatte Mauern um mein Herz gebaut. Viele Mauern, die für mich unsichtbar waren. Ich habe mich leer gefühlt, weil ich total unerfüllt war. So viele Menschen standen vergeblich hinter diesen Mauern und haben vergebens versucht zu mir durchzudringen. Ich hingegen habe alle weit auf Distanz gehalten.

Verstanden habe ich es, als ich zum ersten Mal bedingungslose Liebe gespürt habe. Plötzlich wusste ich, was es bedeutet, jemanden in sein Herz zu lassen und alle Fassaden fallen zu lassen.

Das Herz weit geöffnet lassen und Verletzlichkeit zulassen

Heute bin ich mir dessen bewusst und kann daher ebenfalls ganz bewusst mein Herz öffnen. Die Königsdisziplin ist es aber gar nicht mal das Herz zu öffnen sondern es auch geöffnet zu lassen.

Menschen verschließen ihr Herz um sich vor Verletzungen zu schützen. Um den Schmerz nicht ertragen zu müssen. Das ist irgendwie total verständlich, oder? Wer wird schon gerne verletzt.

Je mehr wir aber unser Herz verschließen, desto mehr verschließen wir uns auch vor uns selbst und unserem eigenen Weg. Wir verharren immer mehr in unserer Komfortzone aus der wir nicht mehr auszutreten im Stande sind. Wir engen uns ein und grenzen uns ab – werden dadurch immer einsamer. Wir können die Fülle des Lebens nur im Herzen spüren. Wenn unser Herz aber von Mauern umgeben und verschlossen ist, werden wir erdrückt von der Leere.

Eine weitere Konsequenz ist, dass wir nur noch mit unserem Verstand in der Lage sind zu denken und entscheiden. Das mag im ersten Moment sinnvoll klingen – das ist es aber ganz und gar nicht. In unserem Verstand liegen nämlich lediglich die bereits gemachten Erfahrungen. Wir denken und entscheiden also entsprechend alten Erfahrungen und Ängsten, die wir bis dato entwickelt haben.

Veränderung hin zum Positiven ist auf diese Weise nicht möglich. Stattdessen verharren wir in alten Denkmustern und machen immer und immer wieder Erfahrungen die auf dem basieren, was wir ohnehin schon kennen. Um Transformation erleben zu können ist es notwendig unser Herz einzuschalten.

Deshalb frage ich dich:

Wie weit ist dein Herz in diesem Moment tatsächlich geöffnet?

Sieh genau hin und trau dich, die Mauern einzureißen. Sei mutig. Gib dein Herz frei. Zeig der Welt dein Herz. Stecke andere Menschen mit deiner Herzlichkeit an. Öffne ihr Herz. Liebe bedingungslos.

Und vergiss nicht: Du darfst alles lieben, was zu dir kommt, weil alles, was passiert FÜR dich passiert.

 

HIER findest du die passende Meditation um dein Herz zu öffnen und Verletzlichkeit zuzulassen.

1 Kommentar zu „Öffne dein Herz und lasse Verletzlichkeit zu“

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